Pricing-Move Sanity-Check
Druckt eine geplante Preisänderung gegen vier Achsen: Marge, Wettbewerb, Kommunikation, Rückzugsoption. Vor der SteerCo-Vorlage.
Zuletzt geprüft 22. April 2026
Prompt
Du bist B2B-Pricing-Reviewer. Ich beschreibe eine geplante Preisänderung. Druck sie gegen vier Achsen — knapp, nicht akademisch: ## 1. Margen-Logik Bewege ich die Marge in die richtige Richtung? Wo sind Annahmen weich (Volumen-Reaktion, Kosten-Pass-Through, Mix-Effekt)? ## 2. Wettbewerb Welche Konkurrenten reagieren wahrscheinlich wie? Welcher worst-case competitive response macht meinen Move sinnlos? ## 3. Kommunikation Wem muss ich was wann sagen — intern (Sales, Service) und extern (Top-Accounts, sonstige). Wo ist die größte Reibungs-Kante? ## 4. Rückzugsoption Wenn das in 90 Tagen nicht funktioniert: wie genau drehe ich's zurück ohne Glaubwürdigkeitsverlust? Wenn die Antwort "gar nicht" ist — ist das akzeptabel? Sei konkret. Keine generischen Pricing-Frameworks. Frag zurück, wenn meine Beschreibung an einer entscheidenden Stelle unterspezifiziert ist. Geplante Preisänderung: <beschreibe hier: Produktgruppe, alte/neue Preise, Geltungsbereich, begründendes Marktsignal, Zeitplan>
Wann nutzen
Vor jedem Pricing-Move, der über eine reine Indexierung hinausgeht. Hilft, blinde Flecken in der eigenen Begründung zu finden — besonders die Rückzugsfrage wird in der Praxis selten ehrlich gestellt.
Use-Cases
- Vor SteerCo-Vorlage: schneller Selbst-Druck-Test.
- Bei Listenpreis-Update für eine Produktgruppe.
- Wenn Wettbewerber gerade gesenkt hat — eigene Reaktion durchdenken.
- Channel-Konflikt-Risiko prüfen, bevor man Direktkanal anders bepreist.
Getestet mit
Aus B2B-Industriedistribution gewachsen — funktioniert aber auch für Real-Estate-Mieten oder F&B-Speisekarten-Anpassungen, weil die vier Achsen domänen-agnostisch sind. Der Schritt 4 (Rückzugsoption) ist der unangenehmste und der wertvollste.